Es gibt Absagen die lauten: Vielen Dank für Ihre Teilnahme, aber ich muss ihnen leider sagen, dass Sie nicht in unsere Geschichtensammlung aufgenommen werden. Mit solchen Absagen kann man, mal ganz ehrlich, als Autor nichts anfangen. Man fängt an und stellt sich Fragen wie: Thema verfehlt? Nicht spannend genug? Schlecht überarbeitet oder noch zu viel zu tun? Warum wurde meine Geschichte abgelehnt? Nachfragen bringt in den meisten Fällen nichts, denn ich kann verstehen, dass die Organisatoren, bei vielen hundert Einsendungen, nicht die Mühe machen können, jede Geschichte zu kommentieren. Wo sollte das auch hinführen. Schließlich wollen sie ja eine Geschichtensammlung auf den Weg bringen und das macht noch Arbeit genug.
Dann gibt es Absagen, die eigentlich keine sind, weil man nur auf eine Webseite schauen muss und dort eine Liste mit den erfolgreichen Autoren einsehen kann. Die hilft einen aber genaus so wenig weiter.
Dann hat man vielleicht mal das Glück, ich hatte das schon ein paar Mal, das man eine Absage bekommt, bei der man die Augen für seine Schwächen geöffnet bekommt. Sie versuchen einen Nahe zu bringen woran die Geschichte Krankt und warum sie nicht genommen wurde. Mal sind die Protagonisten nicht tief genug gezeichnet oder man hat nicht genau das getroffen, was die Macher sich vorgestellt hatten. Obwohl sie die Arbeit an sich gut fanden. Gerade die Geschichten, die man in seiner Anfangszeit geschreiben hat, haben oft Kinderkrankheiten, die sich genau mit solchen Absagen heilen lassen. Vorausgesetzt man nimmt die Kritik auch an. Denn auch ich habe festgestellt, dass ich mit jeder Geschichte wachse, manchmal mehr und manchmal etwas weniger.
Leider habe ich es bei der Spiegel des Grauens Ausschreibung nicht ins Buch geschaft. Aber die Absage, die ich erhalten habe, hat mich in keinster Weise entmutigt es nicht weiter zu versuchen. Es war auch das erste mal, dass ich mich an etwas gruseliges gewagt habe.